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Geschichte der Fotografie

Bilder machen ohne Pinsel

sondern nur mit Licht: Was wäre die Gegenwart ohne die Fotografie? Knipsen und Schnappschüsse gehören wie selbstverständlich zum Alltag in der heutigen Zeit. Ohne Bilder scheint die Welt weniger bunt und lebendig auszusehen. Täglich werden Million Bilder weltweit gemacht. Doch wem verdanken wir die Möglichkeit des Fotografierens?

Camera Obscura

Die Camera Obscura oder auch Lochkamera bildet den Anfang der Fotografie. Der lateinische Ausdruck „Camera Obscura“ bedeutet soviel wie dunkle Kammer. Durch eine Öffnung gelangt eine dosierte Lichtmenge in das Kameragehäuse, um auf einer lichtempfindlichen Fläche Spuren zu hinterlassen. Dort ergibt sich das Abbild der Außenwelt. Diese Kameras bilden das Grundprinzip der Fotografie, wie es wei­ter­le­sen

JOSEPH NICÉPHORE NIÉPCE Foto: Gemeinfrei

JOSEPH NICÉPHORE NIÉPCE

Der aus Chalon-sur-Saône stammende Erfinder entwickelte zusammen mit seinem Bruder Claude Druckverfahren und beschäftigte sich mit Phänomenen der Optik. Zu seinen ersten Versuchen zählt das Verfahren, Papier mit Chlorsilber zu bestreichen und es in einer Lochkamera zu belichten. Mit Hilfe von Zinnplatten, die mit Asphalt beschichtet waren, gelang es ihm, das einfallende Licht grob festzuhalten, wei­ter­le­sen

LOUIS DAGUERRE

Daguerre erprobte neue Chemikalien, um das einfallende Licht in der Camera Obscura festzuhalten. 1837 war es ein bloßer Zufall, als Louis Jaques Daguerre ein neues Verfahren zum Speichern von Bildern entdeckte. Er nannte es Daguerrotypie. Aber erst zwei Jahre später traute er sich, sein praxisreif gewordenes Verfahren der französischen Akademie der Wissenschaften und dann der wei­ter­le­sen

LOUIS DAGUERRE Louis Jacques Mandé Daguerre, 1844, Aufnahme von Jean-Baptiste Sabatier-Blot Foto: Gemeinfrei
LOUIS DAGUERRE William Henry Fox Talbot, by John Moffat of Edinburgh, May 1864. Foto: Gemeinfrei

WILLIAM HENRY FOX TALBOT

Der Engländer William Henry Fox Talbot arbeitete an einem Positiv-Negativ-Verfahren, das es ermöglichte, Aufnahmen massentauglich zu machen, da bisherige Erfindungen nur unreproduzierbare Foto-Unikate hervorbrachten. Mit Hilfe eines Negativs, das Grauwerte in komplementären Helligkeiten darstellt, war eine Vervielfältigung möglich. Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie, war er auf seinen vielen Reisen fasziniert von der Idee, die natürliche wei­ter­le­sen

John Frederick William Herschel

John Herschel war der Sohn des bekannten Astronoms Friedrich Herschel. Wie sein Vater beschäftigte er sich ebenfalls mit der Kartografie des Himmels und unterstützte später einen der Fotopioniere, William Talbot, dabei, fotografische Erfindungen weiterzuentwickeln. John Herschel entwickelte den Prozess, Abbildungen mit Silbersalzen zu fixieren und damit lichtunempfindlich zu machen. Er war es auch, der die wei­ter­le­sen

John Herschel Sir John Frederick William Herschel Foto: Gemeinfrei
JOHANN HEINRICH SCHULZE Bild: Gemeinfrei

Johann Heinrich Schulze

Johann Schulze ist es zu verdanken, dass Silbernitrat als Grundsubstanz für den Entwicklungsprozess von Fotografien im Labor eingesetzt werden konnte. Der Mediziner und Chemiker aus Colbitz entdeckte 1717 per Zufall die Lichtempfindlichkeit von Flüssigkeiten, die mit Silbersalzen durchsetzt waren. Lichteinwirkung führt zu einer Verdunklung der Flüssigkeit. Zur Anfertigung von Fotografien befinden sich kleine Silbersalz-Kristalle auf wei­ter­le­sen

Carl Wilhelm Scheele

Der Apotheker und Chemiker Carl Scheele aus Stralsund entdeckte zahlreiche chemische Elemente wie Sauerstoff und Stickstoff und deren Isolationsmethoden. Durch seine spätere Forschung ab 1757 in Schweden gelang es ihm, das lichtempfindliche Salz Silberchlorid durch Ammoniak unlöslich zu machen. Diese Eigenschaft machte es möglich, Fixiermittel zu entwickeln, um sichtbar gemachte Fotografien im Labor zu konservieren wei­ter­le­sen

CARL WILHELM SCHEELE Carl Wilhelm Scheele Bild: Gemeinfrei
Richard Leach Maddox Foto: Gemeinfrei

Richard Leach Maddox

1871 erlebte die Fotografie einen erneuten Aufschwung dank der Erfindung der Trockenplatte durch den englischen Arzt und Fotograf Richard Maddox. Bisher genutzte Nassplatten, das nasse Kollodiumverfahren, was Frederick Scott Archer 1851 vorstellte, machten das Fotografieren sehr aufwändig und immobil, da die mit einer chemischen Emulsion behandelten und in Silberbromid gebadeten Glasplatten wegen ihrer kurzen Haltbarkeit wei­ter­le­sen

James Clerk Maxwell

Die ersten Fotografien mit farbigen Eindrücken entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts durch verschiedene Techniken. Der Eindruck von Farbigkeit ergibt sich durch die Mischung von drei Grundfarben, die durch Filterung oder chemische Sensibilisierung und anschließender Überlagerung die Farbigkeit der Umwelt wiedergeben. Dieses Grundprinzip kommt bis heute in abgewandelter Form bei allen chemischen und elektronisch generierten Abbildungen wei­ter­le­sen

James Clerk Maxwell digitized from an engraving by G. J. Stodart from a photograph by Fergus of Greenock Foto: Gemeinfrei
Louis Ducos du Hauron Bild: Gemeinfrei

Louis Ducos du Hauron

Der französische Fotopionier Louis du Hauron präsentierte farbige Abbildungen und nutze dafür das subtraktive Verfahren, dass auf drei Grundfarben basiert und bei der verschiedene Pigmente einen jeweils anderen Teil des Lichts absorbieren. Sein Verfahren setzte auf Kollodium-Nassplatten mit Silberbromid. Erst eine spätere panchromatische Sensibilisierung des Aufnahmematerials erzeugte schließlich eine sehr naturalistische, tonwertkorrekte Farbwidergabe, weil die wei­ter­le­sen

Auguste & Luis Lumiere

Den Filmpionieren Lumiere gelang es 1907 auf dieser Grundlage, mit ihrem Autochromverfahren farbige Bilder aus nur einer einzigen Aufnahme zu erzeugen. Ihr additives Verfahren bestand aus einer Glasplatte mit gleichmäßig verteilten, farbigen Kartoffelkörnchen, die nur bestimmte Anteile des Lichts auf die lichtempfindliche Schicht passieren ließen und beim fertigen Positiv-Foto Farbigkeit erzeugen. 1916 wurde das Verfahren wei­ter­le­sen

Auguste und Louis Lumière Auguste und Louis Lumière Foto: Gemeinfrei
George Eastman auf einem Foto von 1884 George Eastman auf einem Foto von 1884 Foto: Gemeinfrei

GEORGE EASTMAN

Große Verbreitung fand die Erfindung der Photografie schließlich durch das Wirken des US-Amerikaners George Eastman. Der Unternehmer meldete 1880 ein verbessertes Verfahren zum Patent an, um fotografische Trockenplatten als Aufnahmematerial herzustellen und gründete dazu eine Firma. 1884 wurde der sogenannte Rollfilm auf Papierbasis zum Patent angemeldet und vier Jahre später wurde die Handelsmarke „Kodak“ eingeführt. wei­ter­le­sen

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