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WILLIAM HENRY FOX TALBOT

Schreiner in Lacock, Kalotypie, etwa 1843 Foto: Gemeinfrei
William Henry Fox Talbot, by John Moffat of Edinburgh, May 1864. Foto: Gemeinfrei

Der Engländer William Henry Fox Talbot arbeitete an einem Positiv-Negativ-Verfahren, das es ermöglichte, Aufnahmen massentauglich zu machen, da bisherige Erfindungen nur unreproduzierbare Foto-Unikate hervorbrachten. Mit Hilfe eines Negativs, das Grauwerte in komplementären Helligkeiten darstellt, war eine Vervielfältigung möglich. Aufgewachsen in einer wohlhabenden Familie, war er auf seinen vielen Reisen fasziniert von der Idee, die natürliche Erscheinung der Natur in Bildern festzuhalten, ohne dazu abzeichnen zu müssen.

Er experimentierte mit Schreibpapier, das durch Behandlung mit Silbernitrat und Kochsalz lichtempfindlich gemacht wurde, um einfache Schattenzeichnungen anzufertigen, die auch Fotogramme genannt wurden. 1835 begann er, Lochkamerabilder zu machen, die als Negative sichtbar wurden und ein Jahr später veröffentlichte er seine Experimente und stellte sie der Royal Society vor. Doch die damals konkurrierende Daguerrotypie wurde zunächst mehr unterstützt und brachte anfangs hochwertigere Bildergebnisse hervor. Aber Talbots Verfahren war bereits sehr praxistauglich. Er belichtete auf Jodsilberpapier. Er machte die Nagativ-Bilder durch Gallussäure und Silbernitrat sichtbar und fixierte das Papier schließlich mit Natriumthiosulfat. Dieses Verfahren wurde als Talbotypie bezeichnet.

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