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Richard Leach Maddox

Foto: Gemeinfrei

1871 erlebte die Fotografie einen erneuten Aufschwung dank der Erfindung der Trockenplatte durch den englischen Arzt und Fotograf Richard Maddox.

Bisher genutzte Nassplatten, das nasse Kollodiumverfahren, was Frederick Scott Archer 1851 vorstellte, machten das Fotografieren sehr aufwändig und immobil, da die mit einer chemischen Emulsion behandelten und in Silberbromid gebadeten Glasplatten wegen ihrer kurzen Haltbarkeit schnell verarbeitet und noch an Ort und Stelle im Labor oder in Dunkelkammerzelten entwickelt werden mussten.

Erst die Trockenplatte als Negativ-Verfahren auf Gelatinebasis erhöhte die Haltbarkeit des Fotomaterials. Dadurch war es möglich, auch entferntere Orte fotografisch zu erkunden ohne sofort ein Labor aufsuchen zu müssen, was als Geburtsstunde der Reisefotografie gilt. Die vielschichtigen Arbeitsprozeduren im Labor wurden im Vergleich zur Nassplatte vereinfacht.

Die auf Licht reagierende Oberfläche der Trockenplatte ist orthochromatisch und somit unempfindlich gegenüber Rotlicht, was die Laborarbeit auch bei Dunkelkammerlicht erlaubte.

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